Neue Ausgabe von Polonus: KoKoPol widmet sich 35 Jahren Deutsch-Polnischem Nachbarschaftsvertrag

Das sächsische Kompetenzzentrum KoKoPol hat die 13. Ausgabe seines zweisprachigen Magazins Polonus veröffentlicht. Im Fokus: 35 Jahre Nachbarschaftsvertrag, mit Beiträgen von Basil Kerski, Krzysztof Ruchniewicz und einer Zeitzeugin der Vertragsunterzeichnung.

Pünktlich zum 35. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags hat das Kompetenz- und Koordinationszentrum Polnisch (KoKoPol) bei der Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal die aktuelle Ausgabe seines Magazins Polonus veröffentlicht. Die Zeitschrift für die polnische Sprache und den europäischen Dialog ist ab sofort online und zum Download verfügbar.

Schwerpunkt: 35 Jahre Nachbarschaftsvertrag

Die 13. Ausgabe (Sommer 2026) beleuchtet Entstehung, Wirkung und Zukunft des 1991 unterzeichneten Vertrags aus mehreren Perspektiven. Der Kulturmanager Basil Kerski erklärt im Gespräch mit KoKoPol, warum der Vertrag „deutsche Einheit mit polnischer Zukunft verknüpft“. Prof. Krzysztof Ruchniewicz analysiert in einer politischen Kolumne, welche Bestimmungen des Vertrags bis heute tragfähig sind und wo neue Instrumente nötig wären. Ein besonders persönlicher Einblick gelingt durch das Gespräch mit der ehemaligen Dolmetscherin Dagmar Domke, die 1991 bei allen sechs Verhandlungsrunden und der Unterzeichnung selbst übersetzte. Ergänzt wird der Schwerpunkt durch Perspektiven polnischer Frauen in Deutschland auf Nachbarschaft, Teilhabe und Zukunft sowie einen Beitrag zur Bedeutung des Polnischen als Aufgabe der Polonia-Organisationen.

Weitere Themen: von Brücken über die Oder bis zur Gegenwartsliteratur

Über den Themenschwerpunkt hinaus bietet das Heft unter anderem eine Dokumentation der noch erhaltenen und verschwundenen Brücken entlang von Oder und Lausitzer Neiße, einen Beitrag zur polnischen Gegenwartsliteratur über Niederschlesien sowie Berichte über deutsch-polnische Bildungsprojekte – etwa das Zentrum für Kultur und die deutsche Sprache an der Universität Zielona Góra oder den Online-Wegweiser NiKiS für nachbarsprachige Bildung in Kitas.

Über KoKoPol

KoKoPol ist die zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um die polnische Sprache und deutsch-polnische Bildungsarbeit im sächsischen Grenzraum zu Polen und Tschechien. Das Zentrum fördert Polnisch als Herkunftssprache von der Kita bis zur Oberstufe, organisiert grenzüberschreitende Fortbildungen und Begegnungsformate – etwa gemeinsam mit der Sächsischen Landesstelle für nachbarsprachige Bildung (LaNa) oder im Rahmen des deutsch-polnischen Sprachtandems der GFPS – und macht mit der Kampagne Polski ist cool! sichtbar, dass Polnisch als Herkunftssprache ein gesellschaftlicher Gewinn ist.

Weitere Informationen

 

Bild: kokopol.eu