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09.09.2015

15. Deutsch-Polnisches Jugendforum: Berufsorientierung unterst├╝tzen

Die internationale Jugendarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung junger Menschen in Deutschland und Polen. Interkulturelles Bewerbungstraining via Internet, tragfähige Netzwerke zwischen Schulen, Wirtschaft und Hochschulen oder ehrenamtliche Coaches: Die Angebotspalette ist dabei groß. Das Schloß Trebnitz, das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW), die Euroregion Viadrina und ihr Partner, die Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer (AHK), haben das 15. Deutsch-Polnische Jugendforum zum Anlass genommen, Maßnahmen zu diskutieren und Kompetenzen zu stärken.

Welche Softskills brauchen Schüler für die erfolgreiche Bewältigung einer Ausbildung? Wie können Studierende dem Leistungsdruck seitens Universität und Arbeitsmarkt trotzen? Interkulturelle Begegnungen erweitern den Horizont der Jugendlichen nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich, sie fördern auch deren Berufsqualifizierung. In Workshops, Diskussionsrunden und anhand von guten Beispielen konnten die Teilnehmer des Jugendforums in Trebnitz vom 9. bis zum 11. September 2015 lernen, wie das funktioniert und wie man Jugendliche für solche Begegnungen begeistert.

Einen Programmpunkt bildete die Podiumsdiskussion „Chancen und Potenziale der internationalen Jugendarbeit mit Schwerpunkt Berufsorientierung im Kontext von Employability“ mit Vertretern des DPJW, der AHK sowie deutscher und polnischer Unternehmer. Auch vier gute Beispiele im berufsorientierten Austausch sorgten für Impulse und regten den Dialog an. coach@school etwa ist eine Initiative im Schulprogramm Senior Experten Service. Ehrenamtliche Experten mit Berufs- und Lebenserfahrung beraten Schüler oder unterstützen sie bei der Suche nach Praktika und Ausbildungsstellen. Die Pracy-App, die Vertreterinnen des Emerschtal Berufskolleg und der Zespol Szkol im M. Kopernika, Konin, vorstellten, bietet ein interkulturelles Bewerbungstraining im Internet.

Das Netzwerk Zukunft / SCHULEWIRTSCHAFT fördert die Kooperation von Schulen, Wirtschaft und Hochschulen in Brandenburg und grenzüberschreitend; wichtige Informationsangebote werden auch in polnischer Sprache bereitgestellt. Ziel der Initiative ist die Beratung, Qualifizierung und Förderung von Jugendlichen. Das Projekt transitions der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V. (IJAB) soll den Übergang zwischen Ausbildung und Arbeit erleichtern. Erkenntnisse aus internationalem Fachaustausch werden dafür bei der Gestaltung von Jugendprojekten einbezogen und auf lokaler Ebene umgesetzt. Auch junge Menschen sollen dort selbst als Experten fungieren und geben Einblicke in die Realität von Auszubildenden und Studierenden.

Der Programmpunkt „Social Media in der Praxis – effektive Nutzungsmöglichkeiten von Sozialen Medien in der Internationalen Jugendarbeit“ von Kristin Narr vom Institut für Kommunikation in Sozialen Medien und ein Methodenworkshop für Anfänger holten auch Neulinge ab und gaben ihnen wichtige Werkzeuge für die Programmplanung und Kommunikation von Jugendbegegnungen an die Hand. Abgerundet wurde das dreitägige Forum durch gemeinsame Essen, jede Menge Raum für die Netzwerkbildung, branchenübergreifenden Austausch sowie ein Abendprogramm mit Live-Konzert und der Kurzfilmvorführung „Oderpaare – von deutsch-polnischen Liebes-, Freundschafts-, Arbeits- und anderen Paaren“. Für alle Interessierten stehen diese Videos auch online zur Verfügung: http://www.oderpaare.de/  

Fotos:  Tobias Tanzyna