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21.03.2013

Archiv-Zusammenarbeit soll historische Forschung voranbringen

Die Archive im Oderraum wollen sich stärker vernetzen. Eine engere Kooperation und eine gemeinsame Aufarbeitung und Präsentation ihrer Bestände könnten wichtige Impulse für die historische Forschung geben. Am 5. Februar tauschten sich die Vertreter der beteiligten Archive in Stettin zu möglichen Kooperationsthemen aus. Diese reichen von besseren Zugangsbedingungen zu den Beständen, über die Digitalisierung von Personenstandsunterlagen der ehemaligen deutschen Bevölkerung in polnischen Archiven, gemeinsame Präsentation von Archivgut im Internet, bis zur gemeinsamen Aufarbeitung historischer Jubiläen, etwa dem Ende des ersten Weltkriegs 1918. Die polnische Seite war mit den polnischen Archiven sowie den Staatsarchiven in Breslau, Gorzow, Zielona Gora, Stettin und Oppeln vertreten. Aus Deutschland nahmen die Leiter der Landesarchive aus Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen teil. Die Zusammenarbeit soll vor allem im Rahmen bilateraler Projekte stattfinden. Dabei wollen die beteiligten Archive künftig verstärkt bestehende europäische Strukturen und Portale wie EUROPEANA oder APEX nutzen. Ein aktuelles Kooperationsbeispiel ist die Ausstellung „Nachbarn in Europa: Das Herzogtum Pommern und das Königreich Polen (1000-1648)“, die das Staatsarchiv Stettin und das Landesarchiv Greifswald gemeinsam entwickelt haben. Sie bewahren gemeinsam das Archivgut des einstigen pommerschen Staats- und Provinzialarchivs Stettin, das im zweiten Weltkrieg ausgelagert worden war.




Ansprechpartner
Dr. Martin Schoebel
Email: m.schoebel@landeshauptarchiv-schwerin.de